Contra-Argumente Jedoch scheiterten in den letzten Jahren die

Contra-Argumente

– An den
Beispielen der Bewerbungsdossiers „Davos 2010″, „Salzburg 2014″, „München 2018″
und „St. Moritz 2022″ ist zu erkennen, dass das IOC (International Olympic
Committee) erst nach der definitiven Vergabe der Spiele mit den Veranstaltern
die Host City-Verträge abschliesst und seine Rechte sichert.

– Die
Budgetierung wurde nicht korrekt vorgenommen, respektive besteht mehr ein
Defizit als ein erhoffter Gewinn.

– Seit 1915 hat
das IOC seinen Hauptsitz in Lausanne und ist demzufolge ein nach Schweizer
Recht eingetragener Privatverein. Das IOC schreibt jeder Regierung, welches
Olympische Spiele austragen möchte, vor die Steuerbefreiung abzuschreiben. Das
IOC gilt nach Schweizer Recht als globaler Konzern, weil sie mit Staaten und
Organisationen wie die UN verhandelt und diplomatischen Status aufweist, frei
von Strafgesetzen oder internationalen Konventionen.

– Die Alpen
wurden schon mehrmals als Austragungsstätte von Olympischen Winterspielen
genutzt. Jedoch scheiterten in den letzten Jahren die Versuche, Kandidaturen in
den Alpen vorzusehen, weil das IOC anderen, favorisierenden Kandidaturen den
Vorrang gab, weil sich die lokale Bevölkerung im Alpengebiet dagegen aussprach.

Pro-Argumente

– Olympische
Winterspiele stellen für den Bundesrat eine grosse Chance für Sport, Wirtschaft
und Gesellschaft dar.

– Die Olympia
2026 wird weitgehend auf bestehender Infrastruktur aufgebaut und hat zum Ziel,
die Winterspiele nach den heutigen rechtlichen Grundsätzen vom Bereich
Nachhaltigkeit durchzuführen.

– Da die
Wettkampfstätte in verschiedenen nebeneinander liegenden Kantonen liegt, können
die Transporte mit dem öffentlichen Verkehr geplant werden.

– Für das
Zusammenleben in der Schweiz und die wirtschaftliche Entwicklung in den
Berggebieten kann mit der Durchführung von „Olympia 2026″ ein bedeutender
Fortschritt errungen werden.

Die
Umfrage führten Baris Cacik und Mayuran Sivanathan in elektronischer Form. Wir
erstellten eine Online-Umfrage mit einer Auswahl von Fragen, welche wir an
unsere Arbeitskolleginnen und Arbeitskollegen, Klassenkameradinnen und
Klassenkameraden, Freunde, Verwandte und Bekannte schickten, mit der Bitte an
unserer Online-Umfrage teilzunehmen. Die Umfrage stand während zwei Tagen für
die zur Teilnahme angefragten Personen zur Verfügung. Nach diesen zwei Tagen
konnten wir die verschiedenen Meinungen von 72 Personen zählen. Sobald wir die
Online-Umfrage abgeschlossen haben, fingen wir an mithilfe der grafischen
Darstellung von den Umfrage-Fragen (siehe Anhang) die nachfolgende
Zusammenstellung in Form von Worten und tabellarischer Grafik zusammen-zustellen.
Wir haben uns überlegt bei der schriftlichen Zusammenfassung der
Umfrage-Auswertung nicht mit einem Fliesstext sondern mit Aussagen zu
formulieren, weil wir unserer schriftlichen Arbeit die grafische Darstellung
der Umfrage-Fragen beigelegt haben. Zudem ist unserer Meinung nach ein
Fliesstext für die Auswertung der Umfrage nicht gut geeignet, weil man so die
Übersicht verlieren und keine klare Struktur erkennen könnte.

Die
nachfolgende Zusammenstellung unserer Online-Umfrage zeigt jeweils die Frage,
welche wir formuliert hatten, zusammen mit je zwei Aussagen und einer
Schlussfolgerung, welches wir in unseren eigenen Worten und eigener
Interpretation nach verfasst haben.

Auswertung Online-Umfrage „Olympia 2026 in der Schweiz (Sion)”

1. Interessierst du dich für die Olympischen Winterspiele?

– Fast jede dritte
befragte Person interessiert sich für die Olympischen Winterspiele, wobei 10%
der Befragten keine Antwort angegeben hat.

– Knapp 60% der Befragten
sind nicht an den Olympischen Winterspielen interessiert.

-> Schlussfolgerung:
Die Hälfte von den Befragten, welche sich nicht für die Olympischen
Winterspiele interessieren, sind an diesem Sportgeschehen interessiert.

2. Bist du der
Meinung, dass die Olympia 2026 in der Schweiz durchgeführt werden soll?

– Die Hälfte der Befragten
begrüsst die Durchführung der Winterspiele in der Schweiz, wohingegen fast jede
dritte befragte Person diese ablehnt.

– Nahezu ein Fünftel der
Befragten hat keine Stellung zu dieser Frage genommen.

-> Schlussfolgerung:
Die Hälfte von den Befragten sind der Meinung, dass die Olympia 2026 in der
Schweiz durchgeführt werden soll, während die andere Hälfte nicht an einer
Durchführung in der Schweiz interessiert sind respektive sich dazu geäussert
haben.

3. Die Olympia
soll im Jahr 2026 in vier Kantonen (Wallis, Waadt, Freiburg und Bern)
stattfinden. Ist eine nationale Volksabstimmung über die Durchführung
erforderlich?

– Mehr als 55% der
Befragten finden, eine nationale Volksabstimmung über die Durchführung der
Olympischen Spiele im Jahr 2026 sei erforderlich.

– Rund ein Drittel der
Befragten ist der Meinung, dass eine nationale Volksabstimmung nicht notwendig
sei, während 8% der Befragten keine Antwort dazu gegeben haben.

-> Schlussfolgerung: Es
ist ganz klar zu erkennen, dass mehr als die Hälfte der Befragten sich für eine
nationale Volksabstimmung über die Durchführung aussprechen.

4. Soll die
Bundesversammlung (National- und Ständerat) die Durchführung der Olympia 2026
genehmigen?

– Wie bei der obigen Frage
gibt auch hier mehr als die Hälfte der Befragten an, dass die Zustimmung der
Bundesversammlung zu diesem grossen Sportanlass erforderlich sei.

– Ein Viertel der
Befragten findet, dass die Bundesversammlung die Durchführung nicht genehmigen
soll. Der Rest der Befragten ist sich nicht im Klaren.

-> Schlussfolgerung:
Mit einer Differenz von 6% unterscheiden sich die Befragten mit den Antworten
„Nein” und „weiss nicht / keine Angabe” nicht sehr. Während die Differenz von
den Befragten mit den Antworten „Nein” und „Ja” rund 20% beträgt.

5. Der
Bundesrat unterstützt die Olympia 2026 mit rund 1 Mrd. CHF. Ist der Beitrag
deiner Meinung nach eine sinnvolle Verwendung von Steuergeldern?

– Mit 54% ist hier klar zu
erkennen, dass die Mehrheit der Befragten sich gegen den vom Bundesrat
gutgesprochenen Bundesbeitrag ausspricht.

-Es ist erstaunlich zu
sehen, dass mit 26% rund ein Viertel der Befragten der Meinung ist, diesen
Bundesbeitrag zu gewähren, während rund ein Fünftel der Befragten offen sind.

-> Schlussfolgerung:
Die Prozentangaben von den Antwortoptionen „Ja” und „Nein” betragen unterscheiden
sich, indem die Prozentangabe von der Antwortoption „Ja” fast die Hälfte der
prozentualen Angabe von der Antwortoption „Nein” aufweist.

6. Soll die Kandidatur
zurückgezogen werden, wenn das finanzielle Risiko zur Durchführung der
Olympischen Winterspiele 2026 zu hoch ist?

– Knapp 70% der Befragten
sind der Ansicht, dass die Kandidatur zurückgezogen werden soll, wenn das
finanzielle Risiko zur Durchführung der Olympischen Winterspiele zu hoch
sei. 

– Etwa 17% der Befragten
vertreten die Meinung, dass die Kandidatur trotz finanziellem Risiko nicht
zurückgezogen werden soll, während 14% der Befragten unentschlossen sind.

-> Schlussfolgerung:
Die klare Mehrheit der Befragten finden, dass die Kandidatur für die
Olympischen Winterspiele im Jahr 2026 abgesagt werden soll, wenn das
finanzielle Risiko zur Durchführung zu hoch sein sollte.

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